Deutschlandticket-Preis: bis 30. November zustimmen
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Der Deutschlandticket-Preis steigt am 1. Januar 2027 erneut, von 63 auf 66,80 Euro im Monat, und für Millionen Abonnenten der Deutschen Bahn ist die Erhöhung mit einer Frist verbunden. Wer das bundesweit gültige Nahverkehrsticket vor dem 15. Oktober 2026 als DB-Abo bestellt hat, muss den neuen Bedingungen bis zum 30. November 2026 aktiv zustimmen, erklärt bahn.de, während neuere Bestellungen den neuen Preis bereits enthalten. DB-Abonnenten, die nicht reagieren, verlieren ihr Ticket zum Jahresende. Andere Unternehmen, die das Ticket verkaufen, gehen mit der Änderung möglicherweise anders um.
Das Deutschlandticket ist nicht der einzige Termin, den man in diesem Monat im Blick behalten sollte. Der November bringt außerdem den Start der Anträge auf den Lohnsteuer-Freibetrag für das kommende Jahr, strengere Regeln für Kleinkredite und Buy-now-pay-later-Angebote, eine neue EU-Abgasnorm für Autos und die traditionelle Frist für den Wechsel der Kfz-Versicherung. Hier erfahren Sie, was die einzelnen Änderungen bedeuten und was Sie gegebenenfalls tun müssen.
Deutschlandticket-Preis steigt auf 66,80 Euro
Der neue Deutschlandticket-Preis wurde am 30. September vom Koordinierungsrat der Verkehrsministerien von Bund und Ländern festgelegt, berichtete das ZDF. Erstmals wurde er nicht politisch ausgehandelt, sondern mit einem Kostenindex berechnet, der Entwicklungen wie Personal- und Energiekosten abbildet. Der Index soll künftig jedes Jahr angewendet werden, sodass sich das Ticket enger an der Inflation orientiert. Bund und Länder belassen ihre Ausgleichszahlungen an die Verkehrsunternehmen unverändert bei 3 Milliarden Euro pro Jahr.
Die Erhöhung folgt auf frühere Preissteigerungen. Das Ticket startete 2023 für 49 Euro, stieg 2025 auf 58 Euro und 2026 auf 63 Euro. Laut ZDF kostet die Jobticket-Variante künftig 63,46 Euro und das Semesterticket für Studierende 40,08 Euro. Der Verkehrsverband VDV, nach dessen Angaben rund 14,5 Millionen Menschen das Ticket nutzen, räumte ein, dass die Erhöhung manche Fahrgäste schmerzen werde, argumentierte aber, dass auch die Verkehrsunternehmen stark unter den steigenden Kosten litten.
DB-Abonnenten müssen dem Deutschlandticket-Preis bis 30. November zustimmen
Die Deutsche Bahn behandelt den höheren Deutschlandticket-Preis als Vertragsänderung, die die Zustimmung der Kunden erfordert. Auf seiner Deutschlandticket-Seite erklärt das Unternehmen, dass bestehende Abonnenten die neuen Bedingungen im Aboportal oder in der App DB Navigator annehmen können, und zwar über die Funktion zur Zustimmung zur Vertragsänderung. The Local, Techbook und die Deutsche Handwerks Zeitung bestätigen übereinstimmend die Frist zum 30. November.
Wenn Sie bis zum Fristende nicht reagieren, beendet die DB Ihr Abo zum 31. Dezember 2026 ohne weitere Kosten, und das Ticket ist ab dem 1. Januar nicht mehr gültig. Laut bahn.de können Kunden, die die Frist verpassen, ihr Abo noch bis zum 31. Dezember reaktivieren. Wer das Ticket am oder nach dem 15. Oktober 2026 bestellt hat, wurde bei der Bestellung über den neuen Preis informiert und muss nicht gesondert zustimmen. Die Deutsche Handwerks Zeitung weist darauf hin, dass andere Verkehrsunternehmen, die das Ticket verkaufen, abweichende Regeln anwenden können. Abonnenten außerhalb der DB sollten sich daher bei ihrem eigenen Anbieter erkundigen.

Steuerfreibetrag und strengere Kreditregeln im November
Ab dem 1. November können Arbeitnehmer einen Lohnsteuer-Freibetrag für 2027 beantragen. Der Freibetrag senkt die Lohnsteuer, die jeden Monat vom Gehalt abgezogen wird, wenn Sie hohe berufsbedingte Kosten haben, etwa durch einen langen Arbeitsweg oder eine teure Weiterbildung. So erhalten Sie das Geld schon im Laufe des Jahres, statt auf die Steuererklärung zu warten. Die insgesamt geschuldete Steuer ändert sich dadurch nicht. Anträge für das laufende Jahr müssen bis zum 30. November beim Finanzamt eingehen, wie teltarif, The Local und die Deutsche Handwerks Zeitung berichten.
Am 20. November wird das deutsche Verbraucherkreditrecht auf Finanzierungsformen ausgeweitet, die bislang weitgehend ausgenommen waren. Das Datum ist im Gesetz zur Umsetzung der EU-Verbraucherkreditrichtlinie festgelegt, das im Mai im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Die neuen Regeln erfassen Kleinkredite bis 200 Euro, zins- und gebührenfreie Ratenzahlungsangebote, Kredite mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten sowie Buy-now-pay-later-Modelle von Anbietern wie Klarna oder PayPal. Kreditgeber müssen genauer prüfen, ob sich Kunden die Rückzahlungen leisten können, und vorab umfassender informieren. Wird die Kreditwürdigkeitsprüfung automatisiert durchgeführt, können Kunden verlangen, dass ein Mensch die Entscheidung überprüft.
Die Reform beendet zudem das sogenannte ewige Widerrufsrecht für neue Verträge. Macht ein Kreditgeber fehlerhafte Pflichtangaben, endet die Widerrufsfrist nun spätestens nach zwölf Monaten und 14 Tagen, erklären Techbook und die Deutsche Handwerks Zeitung. Der klassische Kauf auf Rechnung direkt beim Händler, ohne zwischengeschaltete Bank oder Zahlungsdienstleister, fällt nicht unter die neuen Regeln.
Euro 7 und die Frist für die Kfz-Versicherung
Ab dem 29. November 2026 gilt die Abgasnorm Euro 7 für neue Typgenehmigungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, also für Modelle, die erstmals genehmigt werden, wie aus der EU-Verordnung und Angaben des Autoclubs ADAC hervorgeht. Ab dem 29. November 2027 gilt sie für alle neu zugelassenen Fahrzeuge dieser Klassen. Erstmals begrenzt die Norm auch Feinstaub aus dem Bremsabrieb und legt eine Mindesthaltbarkeit für Batterien von Elektroautos und Plug-in-Hybriden fest. Bereits zugelassene Autos müssen nicht nachgerüstet werden, und die Regeln verpflichten die Hersteller, nicht die Autofahrer.
Für Autofahrer ist der 30. November das dringlichere Datum. Viele Kfz-Versicherungsverträge laufen mit dem Kalenderjahr, und wenn Sie zum 1. Januar den Versicherer wechseln möchten, muss Ihre Kündigung bis zu diesem Tag bei Ihrem bisherigen Unternehmen eingehen. Für Verträge mit abweichendem Versicherungsjahr gelten andere Fristen. Erhöht Ihr Versicherer den Beitrag, ohne den Schutz zu verbessern, haben Sie in der Regel ein Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats nach Erhalt der neuen Rechnung, auch nach dem 30. November.

Was der Deutschlandticket-Preis und die November-Fristen für Expats bedeuten
Wenn der neue Deutschlandticket-Preis für Sie weiterhin passt und Sie für den Arbeitsweg auf das Ticket angewiesen sind, öffnen Sie jetzt die App DB Navigator oder das Aboportal und bestätigen Sie die neuen Bedingungen, es sei denn, Sie haben am oder nach dem 15. Oktober bestellt. Wer ab Januar ohne gültiges Ticket fährt, muss mit einem erhöhten Beförderungsentgelt von mindestens 60 Euro rechnen, warnt bahn.de. Wenn Sie das Ticket über ein örtliches Verkehrsunternehmen oder als Jobticket über Ihren Arbeitgeber gekauft haben, fragen Sie dort nach, ob Sie etwas tun müssen.
Der November bietet auch Gelegenheit, die eigenen Finanzen zu überprüfen. Ein Lohnsteuer-Freibetrag für 2027 kann Ihr monatliches Nettogehalt erhöhen, wenn Sie hohe berufsbedingte Kosten haben, und unser Ratgeber zu deutschen Steuern erklärt die Grundlagen. Bevor Sie während der Black-Friday-Angebote am 27. November eine Buy-now-pay-later-Option nutzen, sollten Sie mit mehr Fragen zu Ihrem Einkommen rechnen. Lesen Sie dazu auch unseren Überblick zu Krediten und Darlehen in Deutschland. Familien, die eine Reise planen, könnten sich außerdem das Familienticket der Deutschen Bahn ansehen, das ab dem 1. November zum Dauerangebot wird: 99,99 Euro für Hin- und Rückfahrt für bis zu fünf Personen, darunter mindestens ein Kind.
Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.



