Das (49-Euro) Deutschlandticket
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Das Deutschlandticket ist eine Monatskarte, mit der Sie fast alle öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland nutzen können - sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Der Preis beträgt seit dem 1. Januar 2026 63 Euro pro Monat. Sie werden es aber immer noch fast überall als 49-Euro-Ticket bezeichnen sehen, auch in der Webadresse dieser Seite, denn 49 Euro waren der Preis bei der Einführung im Mai 2023. Der Spitzname hat sich eingebürgert, der Preis jedoch nicht. In diesem Kapitel erfahren Sie endlich Klarheit darüber, was das Deutschlandticket heute kostet, was genau es beinhaltet und was nicht, ob es sich für Ihre Reisegewohnheiten lohnt und wie Sie es als Neuling kaufen und nutzen können, ohne in die zwei häufigsten Fallen zu tappen: in den falschen Zug einzusteigen und zu vergessen, dass es sich um ein Abonnement handelt, das sich monatlich automatisch verlängert, bis Sie es kündigen.
Wenn Sie einen umfassenderen Überblick über die Organisation des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland erhalten möchten - die rund sechzig regionalen Tarifverbände, die Tarifzonen, den Unterschied zwischen Nah- und Fernverkehr und Ihre Rechte bei Zugverspätungen -, dann empfehlen wir Ihnen unser Kapitel zu diesem Thema. Öffentliches Transport System ist der Ausgangspunkt, und dieses Kapitel setzt ihn als Hintergrund voraus, anstatt ihn zu wiederholen. Wir bleiben hier strikt beim Deutschlandticket selbst.
Was das Deutschlandticket jetzt kostet
Der aktuelle Preis beträgt 63 Euro pro Monat. Dieser Betrag wurde in drei Schritten erreicht. Die Kenntnis dieser Entwicklung hilft, ältere Artikel zu verstehen, die noch immer die falsche Zahl nennen. Das Ticket wurde am 1. Mai 2023 für 49 Euro pro Monat eingeführt, daher der Spitzname „49-Euro-Ticket“. Dieser Preis blieb bis 2024 bestehen, stieg dann ab dem 1. Januar 2025 auf 58 Euro und ab dem 1. Januar 2026 erneut auf 63 Euro. Die Erhöhung im Jahr 2026 wurde am 18. September 2025 von der Verkehrsministerkonferenz, der ständigen Konferenz der Verkehrsminister der sechzehn Bundesländer, beschlossen. Wenn also in einem Blog, einem Forum oder auf einem alten Schild von 49 oder 58 Euro die Rede ist, ist diese Information schlichtweg veraltet: Ab 2026 kostet das Ticket 63 Euro.
Der Preis ist in ganz Deutschland gleich und hängt weder von Ihrem Wohnort noch von der Entfernung oder der Region ab - dieser einheitliche Preis ist der Kern des Tickets. Es gilt für einen Kalendermonat, vom ersten bis zum letzten Tag, unabhängig vom Startdatum. Selbst wenn Sie es am 20. kaufen, gilt es nur bis zum Monatsende. Was nach 2026 mit dem Preis passiert, ist eine offene Frage, auf die wir im Abschnitt zur Zukunft des Tickets zurückkommen, da sie mit einer langjährigen Debatte über die Kostenübernahme verknüpft ist. Merken Sie sich vorerst: 63 Euro pro Monat.
Es handelt sich um ein Abonnement, nicht um eine Eintrittskarte.
Das Wichtigste vor dem Kauf: Das Deutschlandticket gibt es ausschließlich als Abo (ABO) und niemals als Einzelfahrschein für einen Monat. Es gibt weder Tageskarten noch anonyme Einzelfahrscheine. Nach der Anmeldung erfolgt die monatliche Abbuchung automatisch, und das Ticket wird so lange automatisch ausgestellt, bis Sie es kündigen. Es handelt sich um ein digitales Produkt: In fast allen Fällen ist es entweder als Handyticket (eine mobile Fahrkarte mit rotierendem Code) in einer App auf Ihrem Smartphone verfügbar oder auf einer Chipkarte, die von einigen regionalen Verkehrsbetrieben ausgegeben wird. Unabhängig von der Form ist es ein persönliches, nicht übertragbares Ticket, das an Ihren Namen gebunden ist.
Da sich das Abo automatisch verlängert, birgt es eine Kostenfalle für Neukunden: die Kündigungsfrist. Das Abo läuft auf unbestimmte Zeit und verlängert sich automatisch monatlich. Um es zu beenden, müssen Sie in der Regel bis zum 10. eines Monats kündigen, damit die Kündigung zum Monatsende wirksam wird. Versäumen Sie die Frist, wird Ihnen üblicherweise ein weiterer Monat berechnet. Wenn Sie also wissen, dass Sie Ende März aus Deutschland abreisen oder das Ticket nur für den Sommer benötigen, kündigen Sie rechtzeitig und nicht erst am letzten Tag. Die meisten Anbieter ermöglichen die Kündigung direkt in der App oder im Online-Abo-Portal - bei Tickets der Deutschen Bahn befindet sich der Kündigungsbutton beispielsweise unter Ihrem Ticket in der DB Navigator App oder im DB Abo-Portal - und die Kündigung wird schriftlich bestätigt. Das bei der Anmeldung erteilte Lastschriftmandat endet automatisch mit dem Vertrag, sodass Sie nichts weiter bei Ihrer Bank rückgängig machen müssen.
Einige Anbieter oder ältere Vertragsarten verlangen nach wie vor eine schriftliche Kündigung anstelle einer Online-Kündigung. Falls dies auch bei Ihnen der Fall ist, kann ein Kündigungsschreiben-Generator eine saubere und korrekt formulierte Kündigung für ein Verbraucherabonnement wie dieses erstellen. Ein solches kostenloses Tool ist der Kündigungsschreiben-Generator auf Werkzeu.ge.werkzeu.ge/de/tools/rechtsdokumente/kuendigungsschreibenWerkzeu.ge ist eine browserbasierte Tool-Plattform von Cryon UG, dem Unternehmen hinter WeLiveIn.de. Sie ist ohne Konto nutzbar und füllt den Brief direkt im Browser aus. Da sie sich in der offenen Beta-Phase befindet und die kostenlose Version Werbung enthält, sollte sie eher als Schreibhilfe denn als Garantie betrachtet werden. Sie stellt keine Rechtsberatung dar. In der Praxis genügt für das Deutschlandticket jedoch fast immer ein Klick in der App, sodass Sie nur selten einen Brief benötigen. Da es sich beim Ticket rechtlich um einen gewöhnlichen Verbrauchervertrag handelt, gelten die weitergehenden Regelungen zu Abonnements, Fristen und Fairness, die in unserem Kapitel zu diesem Thema erläutert werden. Verbraucherschutzgesetze Die Bestimmungen gelten hierfür genauso wie für ein Fitnessstudio oder einen Telefonvertrag.
Was genau es beinhaltet und was nicht
Das Deutschlandticket gilt für den gesamten Nahverkehr in Deutschland - also für alle lokalen und regionalen Verkehrsmittel, die Sie im Alltag nutzen - in der zweiten Klasse und in allen regionalen Tarifverbänden. Konkret bedeutet das: U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn, die meisten Stadt- und Regionalbusse sowie die Regionalzüge RB (Regionalbahn, die überall hält), RE (Regional-Express, der kleinere Bahnhöfe auslässt) und IRE (Interregio-Express). Ein Ticket für all das, überall in Deutschland, ohne Zonen, Ringe oder Zellen. Genau dieses Problem der Gebietsgrenzen sollte das Deutschlandticket lösen: Ein herkömmlicher Regionalpass verliert seine Gültigkeit, sobald man den jeweiligen Tarifverband verlässt, während das Deutschlandticket diese Grenzen komplett ignoriert.
Was das Deutschlandticket nicht abdeckt, ist genauso wichtig, und ein Fehler in diesem Punkt ist der teuerste, den man damit machen kann. Das Deutschlandticket gilt nicht für Fernzüge: weder für den ICE (Intercity-Express, den Hochgeschwindigkeitszug) noch für den IC (Intercity) oder den EC (Eurocity). Es gilt auch nicht für private Fernverkehrsanbieter wie FlixTrain und FlixBus und deckt nirgendwo die 1. Klasse ab. Die Falle: Ein Regionalzug (RE) und ein Fernzug (IC) können zwischen denselben zwei Städten auf denselben Gleisen von benachbarten Bahnsteigen im Abstand von wenigen Minuten verkehren - und nur der Regionalzug ist im Deutschlandticket enthalten. Steigen Sie in einen ICE ein, der nur zwei Haltestellen fährt, weil er zufällig zuerst kommt, und Sie reisen ohne gültigen Fahrschein. In Deutschland gilt dies als Schwarzfahren mit entsprechenden Konsequenzen, nicht als harmloser Fahrschein. Um sich zu schützen, lesen Sie vor dem Einsteigen die Buchstaben vor der Zugnummer auf der Anzeigetafel: RB, RE und IRE bedeuten, dass Ihr Ticket gültig ist; IC, EC und ICE bedeuten, dass es nicht gültig ist. Fernreisen und die damit verbundenen separaten Fahrkarten, Spartarife und BahnCard-Rabatte sind Gegenstand unseres Kapitels über Reisetipps für das Inland, dem dieser Teil des Netzwerks gehört.
Zwei Sonderfälle sind zu beachten. Erstens: Einige wenige IC-Strecken wurden in der Vergangenheit vom jeweiligen Bundesland in den Regionaltarif aufgenommen, sodass auf dieser Strecke ein Regionalticket gültig ist. Diese Ausnahmen sind selten, ändern sich und bestätigen die Regel. Gehen Sie daher niemals davon aus, dass eine IC-Strecke abgedeckt ist - prüfen Sie die jeweilige Strecke, bevor Sie sich darauf verlassen. Zweitens: Bei grenzüberschreitenden Regionalzügen gilt das Ticket teilweise auch über Landesgrenzen hinweg. Laut Deutschlandticket können Sie beispielsweise von Bayern aus mit Regionalzügen ohne separates Ticket nach Salzburg fahren. Im Raum Basel gilt das Ticket in Regionalzügen bis Basel Bad BF und sogar bis Basel SBB, dem Schweizer Hauptbahnhof. Dies sind jedoch nur wenige, streckenspezifische Ausnahmen für Regionalzüge: Für jede Weiterreise innerhalb Österreichs oder der Schweiz benötigen Sie ein Ticket aus dem jeweiligen Land. Die Regelungen können sich ändern, daher sollten Sie die jeweilige Strecke prüfen, bevor Sie sich darauf verlassen.
Ist das ein gutes Angebot für Sie?
Für alle, die regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel nutzen, lautet die ehrliche Antwort fast immer ja. In den meisten deutschen Städten kostet eine normale Monatskarte des Verkehrsverbundes (VVV) - die nur die jeweilige Zone abdeckt - bereits um die 60 bis 100 Euro, oft sogar mehr, wenn man eine zweite Zone oder eine Flughafenzone hinzufügt. Das Deutschlandticket für 63 Euro im Monat ist in der Regel günstiger als diese Monatskarte und gilt im Gegensatz zu ihr in allen anderen Städten Deutschlands sowie in allen Regionalzügen. Wer auch nur ein paar Mal pro Woche pendelt oder am Wochenende ab und zu mit Regionalzügen fährt, für den lohnt sich das Deutschlandticket meist schon vor Monatsende. Außerdem entfällt damit die Frage, in welcher Zone oder welchem Ring man fährt.
Für Gelegenheitsnutzer lohnt sich das Abo nicht unbedingt. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt und nur wenige Male im Monat die Straßenbahn nimmt, für den sind 63 Euro viel Geld für ein paar kurze Fahrten. Einzelfahrscheine, ein Kurzstreckenticket oder die Nutzung eines der Pay-as-you-go-Systeme, die in vielen Städten mittlerweile angeboten werden und die Tages- und Monatsausgaben automatisch begrenzen, wären deutlich günstiger. Ein einfacher Test: Berechnen Sie, was Sie in einem normalen Monat für Einzelfahrscheine und Kurzstreckentickets ausgeben würden. Liegt dieser Betrag deutlich unter 63 Euro, benötigen Sie das Abo wahrscheinlich nicht. Da es monatlich kündbar ist, können Sie es auch saisonal nutzen: Abonnieren Sie es für einen Monat mit vielen Fahrten und kündigen Sie es anschließend wieder, solange Sie die Kündigungsfrist einhalten. Kaufen Sie das Abo nicht einfach aus dem Gefühl heraus, dass es jeder hat; planen Sie den kleinen Betrag entsprechend Ihrem tatsächlichen Fahrverhalten.
Die günstigeren Varianten: Jobticket, Student, Social und School
Der reguläre Preis von 63 Euro gilt für die reguläre Fahrkarte. Es gibt jedoch verschiedene ermäßigte Varianten, für die viele Menschen Anspruch haben, ohne es zu wissen. Die gängigste ist das Deutschlandticket Jobticket, die arbeitgeberbezuschusste Variante. Der Mechanismus ist wichtig zu verstehen, da er zwei Ermäßigungen kombiniert. Zahlt Ihr Arbeitgeber mindestens 25 Prozent des Ticketpreises - also mindestens 15.75 Euro von den 63 Euro -, gewähren Bund und Länder zusätzlich 5 Prozent Ermäßigung. Mit diesem Mindestanteil des Arbeitgebers reduziert sich der Ticketpreis auf 59.85 Euro, wovon der Arbeitgeber 15.75 Euro übernimmt und Sie die restlichen 44.10 Euro über Ihr Gehalt bezahlen. Viele Arbeitgeber zahlen mehr als die Mindestbeteiligung von 25 Prozent, manche sogar den gesamten Betrag. Daher variiert der Betrag, der tatsächlich auf Ihrer Gehaltsabrechnung erscheint. Fragen Sie in Ihrer Personalabteilung nach, ob ein Deutschlandticket Jobticket angeboten wird. Solange der Arbeitgeberbeitrag zusätzlich zu Ihrem normalen Lohn gezahlt wird, ist er im Allgemeinen von Einkommensteuer und Sozialversicherungsbeiträgen befreit. Allerdings kann er die von Ihnen in Ihrer Steuererklärung geltend gemachte Pendelpauschale reduzieren. Dies sollten Sie überprüfen und nicht als Ratschlag verstehen.
Studierende bilden die andere große Gruppe mit einer günstigeren Option. Viele Universitäten bieten das Deutschlandsemesterticket im Rahmen eines Solidaritätsmodells in den obligatorischen Semesterbeitrag an. Das bedeutet, dass alle eingeschriebenen Studierenden einen festen Betrag zahlen und somit alle versichert sind. Im Wintersemester 2025/26 belief sich dieser Betrag auf 208.80 Euro pro Semester, also etwa 34.80 Euro im Monat. Da alle Deutschlandtickets dem Standardpreis folgen, wird der Preis ab dem Wintersemester 2026/27 voraussichtlich auf etwa 37.80 Euro im Monat steigen. Falls eine Universität noch ein älteres regionales Semesterticket ausgibt, besteht oft die Möglichkeit eines Upgrades: Man zahlt die Differenz zwischen dem bisherigen Semesterticket und dem vollen Preis des Deutschlandtickets, um bundesweit versichert zu sein. An vielen Hochschulen wurde dieses Upgrade jedoch mittlerweile durch das Deutschlandsemesterticket selbst ersetzt. Wenn Sie hier studieren, informieren Sie sich bei Ihrem Studierendenwerk oder Ihrer Studierendenvertretung darüber, welches Modell Ihre Universität genau anbietet. Die weiteren Formalitäten rund ums Studieren in Deutschland werden in unserem Kapitel zu diesem Thema behandelt. Studentenvisa und -genehmigungen.
Neben Arbeit und Studium bieten einige Bundesländer und Städte ein subventioniertes Deutschlandticket Sozial für Menschen mit geringem Einkommen oder Leistungsbezieher an, in der Regel zu einem reduzierten Monatspreis. Viele bieten zudem eine ermäßigte oder kostenlose Version für Schüler an. Diese Sozial- und Schulvarianten werden regional und nicht bundesweit geregelt, daher unterscheiden sich sowohl der Preis als auch die Anspruchsvoraussetzungen von Bundesland zu Bundesland und können sich ändern. Wenn Sie ein begrenztes Budget haben, lohnt es sich, bei Ihrem örtlichen Verkehrsverbund oder Sozialamt nachzufragen, ob es in Ihrer Region ein ermäßigtes Deutschlandticket gibt, anstatt anzunehmen, dass der volle Preis von 63 Euro Ihre einzige Option ist.
Wird das Ticket überleben und wird der Preis wieder steigen?
Das Deutschlandticket steht seit seiner Einführung unter dem Schatten der Finanzierungsunsicherheit. Anstatt die älteren, düsteren Schlagzeilen zu wiederholen, ist es daher wichtig, den aktuellen Stand im Jahr 2026 genau zu analysieren. Die Betriebskosten des Tickets übersteigen die Fahrgeldeinnahmen bei Weitem, und die Differenz wird gemeinsam vom Bund und den 16 Ländern getragen. Jahrelang wurde dies jährlich neu verhandelt, was jeden Herbst zu einer öffentlichen Debatte darüber führte, ob die Mittel ausreichen und ob der Preis steigen würde. Aus diesem Grund wurde in vielen Berichten aus den Jahren 2023 und 2024 die Zukunft des Tickets infrage gestellt.
Die Lage hat sich nun gefestigt. Ende 2025 änderte der Bundestag das Regionalisierungsgesetz, das die Verteilung der Bundesmittel für den öffentlichen Nahverkehr an die Länder regelt, um die Finanzierung zu sichern: Bund und Länder verpflichten sich, bis 2030 jährlich rund 1.5 Milliarden Euro für das Ticket beizusteuern. Mit anderen Worten: Ab 2026 ist der Fortbestand des Tickets für den Rest des Jahrzehnts rechtlich deutlich besser abgesichert als bei seiner Einführung. Unklar ist jedoch der Preis nach 2026. Um den jährlichen Streit um die Preisgestaltung zu beenden, einigten sich die Verkehrsminister auf ihrer Konferenz im März 2026 auf einen Preisindex ab 2027. Dieser Preisindex berechnet sich anhand einer Formel, die Energie-, Personal- und allgemeine Betriebskosten berücksichtigt, anstatt durch eine jährliche Abstimmung. Den Ministern zufolge soll der genaue Preis für 2027 bis Ende September 2026 verbindlich festgelegt werden. Das bedeutet, dass das Ticket bis 2030 bestehen bleibt, der monatliche Preis aber voraussichtlich aufgrund steigender Kosten weiter steigen wird. Der genaue Preis für 2027 stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht fest. Alle vor dieser Entscheidung im Herbst genannten Preise für 2027 sollten daher als Prognosen und nicht als Fakt betrachtet werden.
Kauf und Nutzung als Neuling
Das Deutschlandticket erhalten Sie bei der Deutschen Bahn über den DB Navigator oder die DB Abo App, bei Ihrem regionalen Verkehrsverbund über dessen App oder Website oder bei vielen einzelnen kommunalen Verkehrsbetrieben. Da das Ticket überall identisch ist, können Sie einfach den Anbieter wählen, bei dem die Anmeldung für Sie am einfachsten ist. Eine praktische Hürde für Neukunden gibt es jedoch: Da es sich um ein monatlich abgerechnetes Abonnement handelt, verlangen fast alle Anbieter eine deutsche Zahlungsmethode, in der Regel eine SEPA-Lastschrift, also ein Lastschriftmandat von einem deutschen oder europäischen Bankkonto. Einige Anbieter akzeptieren auch Debit- oder Kreditkarten oder PayPal, aber eine lokale IBAN ist der unkomplizierteste Weg - ein weiterer Grund, frühzeitig ein deutsches Konto zu eröffnen. Unser Kapitel zu Eröffnung eines Bankkontos in Deutschland führt Sie durch diesen Schritt, und ein modernes, App-basiertes Konto ist in der Regel ausreichend.
Sobald Sie Ihr Deutschlandticket haben, ist die Nutzung ganz einfach. Wenn Sie Ihr Ticket auf Ihrem Smartphone haben, lassen Sie die App installiert, angemeldet und das Ticket heruntergeladen. Der Kontrolleur wird nämlich das Ticket in der App sehen wollen und keinen Screenshot akzeptieren. Falls Sie eine Chipkarte erhalten haben, führen Sie diese einfach mit sich. Bei einer Kontrolle kann der Kontrolleur auch einen Lichtbildausweis verlangen, da das Deutschlandticket personengebunden und nicht übertragbar ist und Ihr Name darauf steht. Führen Sie daher bitte auch ein Ausweisdokument mit sich. Am Bahnsteig muss nichts entwertet werden: Anders als ein herkömmliches Papierticket ist das Deutschlandticket sofort gültig, sobald Sie es in der Hand halten. Die Entwerter am Bahnsteig sind nicht dafür vorgesehen. Vergewissern Sie sich vor Reiseantritt, dass das Ticket geladen und lesbar ist, insbesondere kurz vor Monatswechsel, da das Ticket für den neuen Monat aktualisiert werden muss.
Zwei alltägliche Extras sind nicht inbegriffen und überraschen viele Reisende. Fahrräder sind nicht mitgenommen: Für die Mitnahme eines Fahrrads in U-Bahn, S-Bahn oder Regionalzug benötigen Sie in der Regel eine separate Fahrradkarte und ein Fahrradticket. In vielen Städten ist die Fahrradmitnahme während des morgendlichen Berufsverkehrs verboten. Das Deutschlandticket berechtigt Sie also zur Mitnahme, nicht aber Ihres Fahrrads. Auch für Hunde gelten die jeweiligen örtlichen Bestimmungen: Kleine Hunde in geschlossenen Transportboxen fahren meist kostenlos, während größere Hunde in der Regel ein eigenes Ticket und eine Leine benötigen. Die Regelungen für Radfahrer, einschließlich Fahrradkarte und Berufsverkehrsbeschränkungen, werden in den Kapiteln zu öffentlichen Verkehrsmitteln und Radfahren ausführlich erläutert. Planen Sie daher separate Tickets für Fahrrad oder Hund ein und gehen Sie nicht davon aus, dass Ihre 63 Euro diese abdecken.
Was macht man als nächstes
Überlegen Sie zunächst ehrlich, ob Sie regelmäßig mit dem Deutschlandticket fahren. Wenn Sie pendeln oder regelmäßig regionale Fahrten unternehmen, lohnt sich das Deutschlandticket in der Regel. Fragen Sie am besten bei Ihrem Arbeitgeber nach, ob ein Deutschlandticket Jobticket erhältlich ist. Durch den Arbeitgeberanteil und die 5 % Ermäßigung können Ihre Kosten auf etwa 44 Euro oder weniger sinken. Studierende sollten sich vor dem Kauf des vollen Preises beim Studierendenwerk erkundigen, ob ein Deutschlandsemesterticket bereits in den Semestergebühren enthalten ist oder ob ein bestehendes Semesterticket aufgewertet werden kann. Bei knappem Budget können Sie sich bei Ihrer Stadt oder dem Verkehrsverbund nach einem subventionierten Deutschlandticket Sozial erkundigen. Wenn Sie nur gelegentlich fahren, lohnt sich zunächst die kleinere Variante: Bei monatlichen Fahrten unter etwa 63 Euro sind Einzeltickets oder ein Pay-as-you-go-System meist günstiger.
Kaufen Sie Ihr Ticket am besten über die App Ihres regionalen Verbunds oder der Deutschen Bahn, richten Sie den SEPA-Lastschrifteinzug ein und notieren Sie sich gleich den 10. des Monats - den letzten Tag, an dem Sie Ihr Abonnement kündigen können. Halten Sie Ihr Ticket und Ihren Ausweis bereit und lesen Sie vor allem die Buchstaben vor jeder Zugnummer, bevor Sie einsteigen. So vermeiden Sie, dass Ihnen Schwarzfahren mit einem ICE oder IC berechnet wird, obwohl Ihr Ticket nur für den daneben stehenden RE gilt. Mit dem Deutschlandticket wird Deutschlands notorisch uneinheitliches Tarifsystem zu einem einzigen monatlichen Festpreis - der mit 63 Euro im Jahr 2026 weiterhin zu den günstigsten Angeboten für Neuankömmlinge zählt.
Quellen
Die Informationen in diesem Kapitel basieren auf den unten aufgeführten offiziellen Quellen und Veröffentlichungen und wurden zuletzt im Juli 2026 überprüft. Es handelt sich um allgemeine Orientierungshilfen, nicht um individuelle Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung.
Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.



