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Deutschland senkt die Fluggaststeuer am 1. Juli

by WeLiveInDE
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Ein Passagierflugzeug steigt in einen klaren Himmel, vom Boden aus gesehen.

Flüge ab Deutschland sind für Fluggesellschaften und möglicherweise auch für Passagiere etwas günstiger geworden. Ab dem 1. Juli 2026 senkte Deutschland die Luftverkehrsteuer und reduzierte die Sätze damit auf das Niveau vor der drastischen Erhöhung im Mai 2024. Die Senkung verringert die in jedem Ticket enthaltene Grundgebühr; ob Reisende die Ersparnis tatsächlich bemerken, hängt jedoch von der jeweiligen Fluggesellschaft ab.

Was die Senkung der Flugpassagiersteuer ändert

Die Luftverkehrssteuer ist ein fester Betrag, der von jedem abfliegenden Passagier zusätzlich zum Grundpreis und den Gebühren der Fluggesellschaft erhoben wird. Laut Bundesregierung senkt die Senkung die Luftverkehrssteuer wieder auf das Niveau vor Mai 2024 – und zwar über alle Entfernungsklassen hinweg. Damit wird eine Erhöhung rückgängig gemacht, die Flüge aus Deutschland verteuert hatte.

Die Ersparnis hängt von der Flugdistanz ab. Laut Regierungsangaben sank der Preis für Kurzstreckenflüge von 15.53 Euro auf 13.03 Euro, für Mittelstreckenflüge von 39.34 Euro auf 33.01 Euro und für Langstreckenflüge von 70.83 Euro auf 59.43 Euro pro Ticket. Das entspricht einer Ersparnis von 2.50 Euro auf den kürzesten und 11.40 Euro auf den längsten Flügen, jeweils pro Passagier.

Wird die Senkung der Flugpassagiersteuer auch die Flugpreise erreichen?

Hier ist Vorsicht geboten. Die Bundesregierung hat ausdrücklich klargestellt, dass es den beteiligten Unternehmen überlassen bleibt, ob sie die Einsparungen an die Kunden weitergeben. Anders ausgedrückt: Der Staat senkt zwar die von ihm erhobene Gebühr, verpflichtet die Fluggesellschaften aber nicht, ihre Ticketpreise im gleichen Umfang zu reduzieren.

Ein Bericht des ZDFheute betont, dass günstigere Flugpreise daher nicht garantiert sind. Fluggesellschaften könnten die Differenz selbst auffangen, um ihre Gewinnmargen zu sichern, insbesondere auf stark frequentierten Strecken mit hoher Nachfrage, oder sie könnten einen Teil davon weitergeben, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für die Passagiere wird sich der praktische Effekt der Senkung der Luftverkehrsteuer erst mit jedem einzelnen Ticket zeigen.

Reisende gehen durch ein helles, modernes Flughafenterminal mit großen Fenstern.

Warum die Anklage gesenkt wurde

Die Senkung ist Teil umfassenderer Bemühungen, den Druck auf den deutschen Luftfahrtsektor zu verringern und Abflüge von deutschen Flughäfen attraktiver zu gestalten. Die für 2024 geplante Erhöhung hatte Kritik hervorgerufen, da sie preissensible Reisende zu Flughäfen in Nachbarländern trieb und die Verbindungen an deutschen Drehkreuzen schwächte.

Die Maßnahme kam nicht überraschend. Sie passierte den Bundestag am 21. Mai 2026 und wurde am 12. Juni 2026 vom Bundesrat, der Kammer der Bundesländer, bestätigt, bevor sie am 1. Juli in Kraft trat. Dadurch hatten Fluggesellschaften und Buchungssysteme Zeit, die Preise für Tickets, die ab Anfang Juli gekauft wurden, anzupassen.

Worauf Sie bei Ihrer nächsten Buchung achten sollten

Da die Änderung im Gesamtpreis enthalten ist, wird sie nicht immer als separate Zeile angezeigt. Einige Buchungsplattformen führen Steuern und Gebühren einzeln auf, andere zeigen nur einen Gesamtpreis an. Wo die Aufschlüsselung angezeigt wird, sollte die Fluggaststeuer für Abflüge ab dem 1. Juli 2026 nun in der unteren Zeile erscheinen.

Preisvergleiche sind hier wichtiger denn je. Da es den Fluggesellschaften freisteht, die Ersparnis zu behalten oder zu teilen, können zwei Fluggesellschaften auf derselben Strecke die Ermäßigung unterschiedlich handhaben. Das bedeutet, dass das günstigste Ticket nicht automatisch von der größten Fluggesellschaft stammt. Der Vergleich mehrerer Optionen ist nach wie vor der sicherste Weg, zu sparen.

Was das für Expats bedeutet

Für ausländische Staatsbürger, die ihre Familie in ihrer Heimat besuchen oder durch Europa reisen, ist die niedrigere Flugsteuer zwar gering, aber dennoch spürbar. Besonders auf Langstreckenflügen ist die Ersparnis mit über 11 Euro pro Person deutlich geringer. Bei einer Familienreise können sich diese Einsparungen pro Person summieren. Daher lohnt es sich, die Preise sorgfältig zu vergleichen, anstatt einfach davon auszugehen, dass sie bereits gesunken sind.

Wenn Sie sich noch mit den Reise- und Alltagskosten in Deutschland vertraut machen, hilft Ihnen unser Leitfaden unter welivein.de/how-to-germany ist ein guter Ausgangspunkt. Bedenken Sie, dass die Steuersenkung für Fluggesellschaften eine Preisuntergrenze darstellt, keine Garantie für Sie. Daher ist der Endpreis auf dem Bildschirm maßgebend, wenn Sie buchen.

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